Gescheitertes Onboarding – Was jetzt? Hilfe in 4 Schritten

Zum Glück passiert es selten. Doch was, wenn das Onboarding nicht gelingt? Der Bewerbungsprozess ist abgeschlossen, der Vertrag unterschrieben. Trotzdem kann der neue Mitarbeiter in der Firma keinen Fuß fassen, produktives Arbeiten ist unmöglich. Wir beleuchten dieses schwierige Thema und stellen Ihnen in vier Schritten vor, wie Sie diese Situation bestmöglich bewältigen.

Mitarbeiterin denkt über Fehler bei der Einführung eines neuen Angestellten nach

Überwinden Sie die Schuldfrage

Oft wird ein gescheitertes Onboarding von Enttäuschung, Frustration und Wut begleitet. Die neue Mitarbeiterin hat sich einfach nicht angestrengt oder Ihre Bemühungen sogar sabotiert. Das Team ist ihr gegenüber nicht aufgeschlossen genug. Man wirft Ihnen vor, sie hätten in Ihrer Position versagt. Nicht immer sind solche Anschuldigungen haltlos, doch meistens handelt es sich um unreflektierte Abwehrreaktionen. Klären Sie zunächst die Stimmungslage und beginnen Sie dann mit einer sachlichen Analyse.

Dank einem besseren Onboarding funktioniert die Kommunikation zwischen Mitarbeitern reibungsloser

Grenzen Sie die Fehlerquelle ein

Das Onboarding umfasst mehrere Phasen, die den neuen Mitarbeiter schrittweise integrieren. Finden Sie heraus, wann und an welcher Hürde der Prozess gescheitert ist. Sind Sie bereits bei der Anstellung der Mitarbeiterin von falschen fachlichen Voraussetzungen ausgegangen oder kann sich die neue Mitarbeiterin nicht in das Team integrieren? Sprechen Sie dies in jedem Fall offen mit dem neuen Mitarbeiter an. Benennen Sie dabei Ihre Beobachtungen und Einschätzungen und fragen Sie nach den möglichen Ursachen. Eine saubere Analyse ist der Grundstein einer nachhaltigen Verbesserung Ihres Onboardingprozesses.

Personalberater wägt die Ressourcen ab

Treffen Sie Ihre Entscheidung

Auf Basis Ihrer Analyse und der Gespräche mit dem neuen Mitarbeiter müssen Sie im Unternehmen nun entscheiden, wie die Zukunft des neuen Mitarbeiters aussehen soll. Grundsätzlich haben sie zwei Optionen: Das Onboarding korrigieren und fortfahren – oder sich von dem Mitarbeiter trennen. Folgende Überlegungen helfen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Mitarbeiter trotz Korrekturmaßnahmen dennoch nicht integriert werden kann? Welche Kosten fallen bei einer Entlassung und erneuten Ausschreibung der Stelle an? Welche Ressourcen müssen Sie aufbringen, um den Mitarbeiter besser integrieren zu können? Grundsätzlich ist zu bedenken: Eine Mitarbeiterin, die nicht integriert werden kann, sollte nicht beschäftigt werden. Die langfristigen Kosten auf beiden Seiten werden jeden Nutzen übersteigen. Und ist Ihr Onboarding-Prozess einmal gescheitert, werden ohnehin Ressourcen benötigt, um den Prozess zu korrigieren. Zukünftig eingestellte Mitarbeiter könnten sonst an den gleichen Stellen Probleme bekommen.

Willkommenskultur verbessern im Unternehmen

Korrigieren Sie den Prozess

Unabhängig davon, ob Sie einen zweiten Versuch mit derselben Mitarbeiterin starten, oder jemand Neues einstellen, müssen Sie Ihren Onboarding-Prozess überdenken. Finden Sie in Gesprächen mit allen Beteiligten heraus, an welchen Hürden das Onboarding gescheitert ist – und lösen Sie diese auf. Gängige Ursachen sind beispielsweise folgende: Die neue Mitarbeiterin hatte im Vorfeld nicht genügend Informationen. Oder die Informationen, die dem Mitarbeiter zu Beginn gegeben wurden, waren unvollständig bzw. schlecht strukturiert. Vielleicht ist das Team auch nicht ausreichend auf die neue Mitarbeiterin vorbereitet worden. Vielleicht hat auch Ihre Unternehmenskultur die Integration erschwert.

Selten scheitert das Onboarding an Rahmenbedingungen wie Arbeitsplatz, -zeit oder Gehalt. Im Normalfall liegen die Gründe in der Kommunikation zwischen Person, Team und Organisation.

Gescheiterte Prozesse sind nichts, womit wir uns gerne beschäftigen. Es ist jedoch zwingend notwendig, Fehler einzugestehen und die Ursachen zu erkennen. Nur so können Sie gewährleisten, dass jede Mitarbeiterin ihr Potential voll entfalten kann. Schlussendlich bietet Ihnen jedes Scheitern die Chance, zukünftige Risiken zu minimieren und Ihren Prozess zu verbessern.

 

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